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Richard Bargel entdeckt das Gitarrenspiel mit dem 12. Lebensjahr. In den 60er Jahren bestreitet er bereits als Jugendlicher Auftritte innerhalb der damals populären Bonner Folk-Musik-Szene.


1969 – 1980

1969 gründet er zusammen mit Klaus dem Geiger die Künstlerkommune „Tabernakel“ in der Kölner Südstadt. Mit fast täglicher Straßenmusik stählt er sich für die Musikerkarriere.

1970
beginnt er seine professionelle Laufbahn als Bluesmusiker. Bald entdeckt ihn Rundfunkredakteur Tom Schröder (HR/WDR/SWF), der ihm wegen seines ungestümen Slide-Gitarrenspiels den Beinamen „Bottleneck-Giant“ verleiht.

1973
entstehen die ersten Plattenaufnahmen für eine Sampler-LP des Interfolkfestivals in Osnabrück. Er hält Kurse und Vorträge über „The History Of Afro-American Music“ an der VHS in Köln und Düsseldorf. Es folgt die Produktion zweier Singles für das Buch „Straßenmusik in Köln“ (Buchhandlg. König; Hersg. Johannes Fritsch, Feedback Studio).

1974 gibt er bereits Konzerte in England u. a. in so berühmten Londoner Clubs wie dem „100 Club“, „Dingwalls“ und „Half Moon“. In den nächsten Jahren folgen Auftritte in Liverpool und Birmingham. Wieder in London, trifft er auf D. P. Costello (heute bekannt als Elvis Costello), mit dem er mehrere Konzerte bestreitet.

1976
geht er mit seiner „Rolling Blues Review“, eine dreistündige „History Of The Blues Show“, auf Tournee, zu der er berühmte Gäste wie Champion Jack Dupree und Eddy Boyd einlädt.

1977
erscheint seine erste LP „BLUE STEEL“ (mittlerweile eine begehrte Rarität unter Vinyl-Sammlern). Im gleichen Jahr zieht er nach Südfrankreich (Montpellier). In den folgenden Jahren tritt er bei den internationalen Jazz Festivals in Nimes und Grande Motte auf, wird zu Radio- und Fernsehsendungen eingeladen, absolviert Konzerte mit Sugar Blue, Memphis Slim und Miriam Makeba und bestreitet Tourneen durch Frankreich, Schweiz, Deutschland mit dem amerikanischen Harp-Spieler Jack Goodfellow


1980 - 2000

1984 kehrt er nach Köln zurück und tourt in den folgenden Jahren zweimal mit dem „Country Blues Festival USA“ durch ganz Europa, mit dabei sind Bluesmusiker wie Guitar Slim, Dr. Ross, Bowling Green John, Harmonica Phil Wiggins, Archie Edwards, Flora Molton und Charlie Musselwhite.

1985
begleitet er mit seiner Band die Bluessängerin Big Time Sarah aus Chicago auf ihrer Europa-Tournee.
1986
tritt er mit den englischen Musikern Bob Hall, Dave Peabody und der Grande Dame des englischen Blues Jo-Ann Kelly beim SWF-BLUES-FESTIVAL als Sessionleiter, Musiker und Moderator auf.

1988
erscheint sein Solo-Album „Babe!“.

1992
erhält er für seine CD „FRESH TRACKS“ u. a. mit Little Willie Littlefield und Jack Goodfellow, den „PREIS DER DEUTSCHEN SCHALLPLATTENKRITIK“. Er feiert sein 20-jähriges Bühnenjubiläum mit einem legendären Konzert in Köln. Mit dabei: Angela Brown, Louisiana Red, Little Willie Littlefield, Paul Lamb & The King Snakes. Er absolviert eine Tournee durch Schottland.


1993
tourt er wiederholt durch Europa u. a. mit Charlie Musselwhite und Tabby Thomas. Im gleichen Jahr etabliert er Deutschlands erste Blues Talk Show „Talkin´ Blues“ (wöchentliche Veranstaltungen von 1992 – 2000), zu der international renommierte Blueskünstler geladen werden. Ausgesuchte Shows werden vom Deutschlandfunk mitgeschnitten und gesendet.


1995
entwickelt er mit dem Schlagzeuger Klaus Mages und dem Anthropologen und Sexualwissenschaftler Ernest Borneman das Jazz-Projekt „GO BLUE“. Für die Rhythm´n Blues Legende Big Jay McNeely ist er als Produzent tätig.


1998
entstehen die Aufnahmen für die CD „GO BLUE“ mit Klaus Mages.


1999
erscheint „GO BLUE“ auf Taxim Records. Bargel reist in die USA, wo er u. a. mit Larry Garner, Tabby Thomas und Sam Hogan in Baton Rouge und mit Charlie Musselwhite und Blind Mississippi Morris in Memphis im „Center For Southern Folklore“ auf der berühmten Beale Street spielt.


2000 - 2009

2005 erscheint seine neue Solo-CD „MOJO AND THE WOLF“. Für diese Produktion erhält er zum zweiten Mal den „PREIS DER DEUTSCHEN SCHALLPLATTENKRITIK“.

2006
tritt er als Sänger, Sprecher u. Musiker in Kompositionen für Neue Musik der weißrussischen Komponistin Oxana Omeltchuk auf (u. a. im Kölner Rathaus und der Musikhochschule Köln). Im Herbst folgt die Produktion "BONES" auf  Meyer Records.

2007
tritt er bei seiner eigenen Konzertveranstaltung „Mississippi Beat“ im Duo mit der amerikanischen Blues-Harp-Legende Charlie Musselwhite in der Kölner Jazz-Location "Altes Pfandhaus" auf. Das Konzert wird vom Deutschlandfunk für die Sendung "On Stage" live mitgeschnitten. Im Sommer spielt er in Bulgarien als erster deutscher Bluesmusiker auf einem Festival in Burgas am Schwarzen Meer.

2008 folgt unter seiner Regie das Konzert „Mississippi Beat-Part 2: The Masters Of The Blues Universe“ mit Brenda Boykin (USA), Keith Dunn (USA), Chris Rannenberg (D), Paul Shigihara (D), Richard Bargel (D), Ralf Grottian (D), Tommie Harris (USA), Kevin DuVernay (USA), wieder mit Beteiligung des DEUTSCHLANDFUNKS. Im Dezember ist er zu Gast bei einer Talk Show der Kabarettistin Anka Zink in Bonn. Dort trifft er zum ersten Mal auf Klaus „Major“ Heuser (Ex–BAP-Gitarrist) mit dem er zusammen musiziert. Mit dem Gitarristen der WDR-Big-Band Paul Shigihara gibt er mehrere gemeinsame Duo-Konzerte.

2009
tritt er in der Sendung „Redezeit“ von WDR 5 auf. Er veranstaltet die Konzertreihe „Mississippi Beat/Part3“ und beginnt gegen Ende des Jahres seine Zusammenarbeit mit dem Ex-BAP-Gitarristen Klaus „Major“ Heuser.

                                                                                2010 - 2014

2010
begeht er sein 40jähriges Bühnenjubiläum. Als „Men In Blues“ spielt er mit Klaus „Major“ Heuser und Band deutschlandweit vor meist ausverkauften Häusern. Es erscheint die Live-CD/LP „Richard Bargel - LIVE /w Klaus „Major“ Heuser“ (Meyer Records/Rough Trade). In seiner Reihe „Mississippi Beat/Part 4“ tritt er zusammen mit der bekannten New Yorker Soul & Gospel-Gruppe „The Holmes Brothers“ auf. Er schreibt die Musik für den 100-minütigen Dokumentarfilm „DAD OR A LIFE“ der Bonner Regisseurin Sandra Van Slooten. Im Theater Der Keller spielt er in der Reihe „Kellermusik“ zusammen mit FREDDY KOELLA (Gitarrist v. Bob Dylan/Willy DeVille).

2011
tourt er mit Klaus „Major“ Heuser und Band quer durch Deutschland.

2012
folgen weiter Konzerte mit Klaus „Major“ Heuser und Band. Im Frühjahr veröffentlichen sie die CD „Men In Blues“. Im September zwingt Richard Bargel ein schwerer Hörsturz das Projekt mit Klaus „Major“ Heuser aufzugeben.

2013 formiert er seine neue Band "DEAD SLOW STAMPEDE" u. a. mit dem Kölner Gitarristen Roger Schaffrath, dem Niederländer Geert Roelofs am Schlagzeug und Paul G. Ulrich am Kontrabass. Eine neue CD/LP-Veröffentlichung ist für den Herbst geplant. Im März nahm Bargel seine Veranstaltungsreihe "Mississippi Beat" wieder auf. In der ausverkauften KölnerJazz-Location "Altes Pfandhaus" begrüßte er zur 5. Ausgabe der Reihe als Gäste das "Erwin Helfer Blues & Boogie Trio" aus Chicago mit Erwin Helfer, Katherine Davis und John Brumbach. Das Konzert wurde vom DEUTSCHLANDFUNK für die Sendung "On Stage" mitgeschnitten. 

2014 
erscheint das Album "It´s Crap!". Es wird für den Jahrespreis Der Deutschen Schallplattenkritik nominiert. Als Gäste wirken Charlie Musselwhite und Bob Dylan/Willy DeVille-Gitarrist Freddy Koella mit. Mit dem Band-Gitarristen Fabio Nettekoven gründet Richard Bargel das Duo "Family Business".